Fortbildungen.

Zytologie und Pathohistologie, April 2009

Aufbauend auf die Onkologie-Fortbildung im Februar besuchte Dr. Seyfried im April in Fulda ein Seminar zur Tumordiagnostik mittels Zell- und Gewebeproben. Hier stand v.a. die richtige Entnahmetechnik und die weitere Probenverarbeitung im Vordergrund. Man unterscheidet hierbei hauptsächlich die Entnahme bzw. Untersuchung von Zellen und von kompletten Gewebeproben. Wird bei einem Tier eine Zubildung entdeckt, kann man je nach Lokalisation zunächst mit einer kleinen Kanüle Zellmaterial aus der Zubildung entnehmen. Bei sichtbaren Veränderungen unter der Haut z.B. ist das für das Tier nahezu schmerzfrei und gelingt praktisch immer ohne größeren Aufwand. Eine Narkose ist so gut wie nie nötig. Das entnommene Zellmaterial wird auf einen Objektträger aufgetragen, angefärbt und mit dem Mikroskop untersucht. Hier kann der geübte Untersucher (i.d.R. ein Pathologe) oft nur aufgrund des Zellbildes sagen, um was für ein Gewebe es sich handelt und ob es gutartiges oder bösartiges Gewebe ist. Da man nur die Zellen untersuchen kann, die durch die Kanüle aufgenommen wurden, lässt sich diese Aussage nicht immer hundertprozentig für die komplette Veränderung machen. Es gibt häufig Mischformen (Tumor und umliegende Entzündung), von denen dann nur ein Teil diagnostiziert wird. Zur definitiven Diagnose kommt man daher nur, wenn die komplette Veränderung operativ entfernt und das Gewebe zur histologischen Untersuchung eingeschickt wird. Diese Methode ist zwar wesentlich aufwändiger, macht aber eine genaue Diagnose der Veränderung möglich.

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